WerteUnion fordert Maßnahmen für Netzstabilität

WerteUnion fordert Maßnahmen für Netzstabilität und stabile Grundlastversorgung

Im europäische Stromverbundsystem gab es am Freitag, dem 08.01.2021, eine immense Frequenzstörung. Laut eines Experten von Swissgrid trat die Störung kurz nach 14 Uhr auf. "Die Abtrennung des südöstlichen Teils des Verbundnetzes vom kontinentalen Teil hatte deutliche Auswirkungen auf die Netzfrequenz. So sank die Netzfrequenz innerhalb von 14 Sekunden von ca. 50,027 Hz auf minimal 49,742 Hz. Damit wurde der normale Regelbereich von 50,000 Hz ±200 mHz verlassen. Die Netzfrequenz war zwar noch weit vom Abwurf der ersten Verbraucher bei 49 Hz entfernt (siehe Abschaltkriterien), doch die erste Stufe des Ablaufplans (Aktivieren von Leistungsreserven) wurde erreicht."

Jörn Döring, Leiter des AK Umwelt & Energie der WerteUnion und Co-Vorsitzender der WerteUnion Baden-Württemberg, erklärt: "Abgesehen davon, dass man in Deutschland von diesem Vorfall gar nichts hört, sollte daran erinnert werden, dass durch volatile Energieformen ohne Speichermedien eine Grundlastversorgung nicht mehr sichergestellt werden kann. Die steigenden Redispatchkosten für den permanenten Ausgleich im europäischen Stromnetz weisen auf diese Thematik hin. Deutschland als Industrienation kann sich einen derart desolaten Zustand nicht leisten. Auch gegenüber den Nachbarstaaten ist es unverantwortlich, deren Stromnetze mit überschüssigem volatilem Strom zu 'verstopfen'."

Im Positionspapier der WerteUnion zum Thema Umwelt und Energie wird auf die Grundlastversorgung dringlich hingewiesen. Nicht nur die Industrie und die Landwirtschaft, sondern auch die privaten Haushalte müssen mit bezahlbarem Strom versorgt werden. Die WerteUnion sieht die "Energiewende" klar als gescheitert an. Deutschland liegt bei den Preisen sowohl für gewerblichen als auch privaten Strom weltweit an der Spitze und hat damit einen ganz klaren Wettbewerbsnachteil. In dem Papier finden sich Vorschläge, die Energiepolitik in Deutschland kurz-, mittel- und langfristig so zu gestalten, dass sie Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Versorgungssicherheit in Einklang bringt. (13.01.2021)

Pressekontakt:
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